Meldungen / Martin Fink - Malerei / Fotografie / Freie Kunst - Eröffnung der Sonderausstellung aus der Reihe "Junge Künstler"

dana - 25.04.2008


Einen sehr vielseitigen jungen Künstler präsentiert Schloss Rochlitz vom 11. Mai bis 29. September in der mittlerweile vierten Veranstaltung der Ausstellungsreihe Junge Künstler. Der 25-jährige Martin Fink ist Student der Freien Künste an der renommierten Bauhaus-Universität Weimar. Wie schon zwei der in den vergangenen Jahren im Schloss präsentierten Künstler gehört auch Fink zur Chemnitzer Künstlergruppe „TheNextArt", die sich mittlerweile einen festen Platz in der regionalen Kunstszene verschafft hat.

Martin Fink ist bereits seit einigen Jahren in der hiesigen Kunstlandschaft unterwegs, was eine Reihe von Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in der jüngeren Vergangenheit wie zur Jugendkunstbiennale Plauen oder in der Kunsthalle Weimar dokumentieren. In seinem künstlerischen Ausdruck beschränkt sich Fink nicht allein auf klassische Techniken der Bildenden Kunst oder gängige Medien. Bei der Durchsicht seiner Arbeiten fällt die Vielseitigkeit seiner Betätigungsfelder auf: von Grafitti, Webdesign, Textildesign, Produktdesign bis hin zu kombinierten Mixed-Media-Arbeiten setzt sich Fink selbst keine Grenzen in den Mitteln seines Ausdrucks.

Die aktuelle Auswahl besteht hauptsächlich aus Fotografien, Collagen, Gemälden, aber auch einigen Installationen der letzten drei Jahre.

Die im Rahmen der Sonderausstellung gezeigten Werke beschäftigen sich durchgehend mit der Vergänglichkeit des Seins, deren Bandbreite er in verschiedene Richtungen ausspielt, ohne in gängige Schemata der klassischen Vanitasdarstellungen zu verfallen.

Vor allem seine Fotoserie sich in Auflösung befindlicher Tierkadaver verschafft dem Betrachter ein Wechselbad aus Ekel und Faszination: „Bilder von Leichen verdecken oder verbergen etwas, das offen zu artikulieren zu gefährlich wäre, dennoch zu faszinierend, um es erfolgreich zu unterdrücken. In der abendländischen Kultur wird der Tod fremd, aber gerade daher bleibt er faszinierend und weckt Neugierde. Anblicke von Körpern, wenn sie sich durch Tod oder Zerfall aufzulösen beginnen, erwecken aber auch starke Erinnerungen an die Zeichen für Gebrechlichkeit, Verwundbarkeit und Sterblichkeit." so Fink. Morbid bleibt auch die ergänzende Serie von experimentellen Installationen, die als architektonisches Gegenstück seinen Kadaverdarstellungen gegenüber steht. Vor allem sein „Ungelenker Vogel" scheint noch zum Sprung anzusetzen und stellt als zentrale Skulptur das materialistische Weltbild der Endgültigkeit in Frage.

Zur Eröffnung lädt Schloss Rochlitz am Pfingstsonntag, dem 11. Mai 2008 um 15 Uhr ein.

Nähere Informationen zur Ausstellung erteilt Schlossmuseologe Frank Schmidt, Tel. 03737-492313, f.schmidt@schloss-rochlitz.de.

Weitere Informationen: www.schloss-rochlitz.de

Quelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens - Schloss Rochlitz
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